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  Wissenswertes rund um die Umweltplakette und Umweltzonen

UMWELTPLAKETTE

Was ist die Umweltzone überhaupt?

Wenn Sie in deutschen Großstädten wie Frankfurt, Berlin oder München leben, dann können Sie bereits seit einiger Zeit wortwörtlich aufatmen – denn bundesweit gibt es bereits in mehr als 40 Städten eine Umweltzone. Das bedeutet für Sie als Autofahrer explizit, dass Sie in solchen Städten nur in die Innenstadt mit Umweltzone fahren dürfen, sofern Ihr Fahrzeug die festgelegte Feinstaubgrenze nicht überschreitet. In der Konsequenz profitieren Sie als Bewohner von deutlich sauberer Luft, denn in nahezu jeder europäischen Großstadt konnten extrem hohe Feinstaubwerte nachgewiesen werden – und der kann häufig ein Auslöser für Atemwegserkrankungen sein. Doch nicht nur Feinstaub stellt ein deutliches Risiko für die Gesundheit von Stadtbewohnern dar; ebenso problematisch verhält es sich mit Stickstoffoxiden und Abgasen, welche Studien zufolge gefährliche Krebserreger darstellen. Aus diesem Grund wurde auf EU-Ebene entschieden, die sogenannten „Rußschleudern“ aus den Innenstädten zu verbannen – Ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe.

Feinstaub – ein gesundheitliches Risiko?

Im Zuge der Debatte rund um die Umweltzone fiel er oft – der Begriff „Feinstaub“. Was er wirklich bedeutet, wissen allerdings nur die wenigsten Menschen. Offiziell ist Feinstaub prinzipiell nicht anderes als feiner Staub, der sich in Form fester Partikel in der Atmosphäre befindet. Er entsteht in der Regel bei Abreibungsprozessen, so z.B. im Haushalt, in der Industrie und vor allem auch im Straßenverkehr. Speziell in den großen Ballungszentren wurden immer wieder besorgniserregend hohe Werte gemessen, da hier vor allem aufgrund der vielen Autos eine immense Menge an Ruß- und Dieselpartikeln entsteht.

Doch was bedeutet das für Sie? Eigentlich gibt es keine „unschädliche“ Feinstaubkonzentration – jede Art von Feinstaub kann die Gesundheit gefährden. Allerdings, und das ist die gute Nachricht, können die Umweltzonen immerhin dabei helfen, die Konzentration um ein erhebliches Maß zu verringern.

Nichtsdestoweniger sollte man die kleinen Staubpartikel nicht unterschätzen. So beweist eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien, dass Feinstaub für viele Krankheiten verantwortlich sein kann. Dazu zählen in erster Linie Atemwegserkrankungen (Asthma, Lungenerkrankungen), ebenso wie eine Verstärkung von Allergiesymptomen und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Aus diesem Grund hat sich die EU und mit ihr auch eine Vielzahl an deutschen Städten dazu entschieden, die Risiken für die Bevölkerung in Ballungszentren zu verringern – durch die Einführung der Umweltzone!

Was bedeutet die Umweltzone für mich als Autofahrer?

Durch die Einrichtung von Umweltzonen wird also speziell älteren Dieselfahrzeugen, die über keinen Rußfilter verfügen, die Zufahrt in die Umweltzone bzw. die Innenstadt verwehrt. Solche Fahrzeuge erhalten eine rote Plakette, während eine gelbe Plakette immerhin eine beschränkte Zufuhr in die Innenstadt erlaubt. Wer eine grüne Plakette erhält, darf sich hingegen grenzenlos und ganz legal innerhalb der Umweltzone fortbewegen.

In Städten mit Umweltzone muss – bis auf wenige Ausnahmen (bspw. Oldtimer) – an jedes Fahrzeug eine Plakette angebracht sein. Das heißt konkret, dass Sie nur mit einer entsprechenden Plakette die gekennzeichneten Zonen befahren dürfen. Aber aufgepasst: Selbst wenn Ihre Stadt noch nicht über eine Umweltzone verfügt, so sollten Sie sich spätestens dann darüber Gedanken machen, sobald Sie in eine Stadt mit Umweltzone fahren wollen. Welche Plakette Sie persönlich benötigen und an wen Sie sich dafür wenden, erfahren Sie weiter unten.

Wie erkenne ich die Umweltzone?

Anfang und Ende von Umweltzonen sind generell durch ein entsprechendes Verkehrsschild gekennzeichnet. Diesem können Sie auch entnehmen, mit welcher Plakette Sie die Zone befahren dürfen.

Was passiert, wenn ich ohne oder mit einer falschen Umweltplakette in die Umweltzone fahre?

Sollten Sie sich unerlaubt, d.h. also mit falscher oder gar ohne Plakette, innerhalb der Umweltzone aufhalten, so wird dies durchaus Folgen haben. Sie müssen in diesem Fall mit einem Bußgeld in Höhe von 40,00 € sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Wer sich das ersparen will, sollte lieber in die richtige Umweltplakette investieren!

Gilt ein Fahrverbot innerhalb einer Umweltzone für das ganze Jahr?

Im Prinzip ja – jedoch existieren auch vorübergehende Umweltzonen. Am besten informieren Sie sich rechtzeitig darüber.

Wo gibt’s die Umweltplakette für mein Auto?

Die Umweltplakette bekommen Sie entweder beim TÜV oder bei der DEKRA. Darüber hinaus ist sie auch online erhältlich.

Woher weiß ich überhaupt, welche Plakette mein Auto braucht?

Ob Sie Ihr Auto mit einer grünen, gelben oder roten Plakette „zieren“ dürfen, hängt maßgeblich von der Schadstoffklasse Ihres Fahrzeugs ab. Wenn es um die Einstufung geht, spielt die Emissionsschlüsselnummer eine entscheidende Rolle – doch keine Sorge, all das klingt komplizierter, als es wirklich ist. Denn diese Emissionsschlüsselnummer ist in Ihrem Fahrzeugschein vermerkt; an ihr können Sie erkennen, welche Plakette die richtige für Ihr Auto ist.

Für den Fall, dass Sie bereits eine Partikelfilternachrüstung an Ihrem Wagen durchgeführt haben, können Sie auch mithilfe der entsprechenden Zertifizierung die erforderliche Plakette ermitteln.

Und wie viel Geld muss ich für die Plakette ausgeben?

Die Umweltplakette kostet definitiv kein Vermögen – beim TÜV oder bei der DEKRA werden Sie nicht mehr als 5,00€ dafür ausgeben müssen. Sollten Sie die Plakette online bestellen, kommen allerdings noch Versandkosten hinzu.

Wie lange ist die Umweltplakette dann gültig?

Sie können aufatmen: Wenn man einmal die passende Plakette für’s Auto besorgt hat, dann ist diese auch unbegrenzt gültig. Sollten Sie aber ein neues KFZ-Kennzeichen bekommen (bspw. aufgrund einer Ummeldung Ihres Wagens), so müssen Sie eine neue Plakette besorgen. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Ihr Kennzeichen und die Nummer auf der Plakette müssen identisch sein.

In welchen deutschen Städten gibt es eine Umweltzone?

Bislang haben insgesamt 40 deutsche Städte eine Umweltzone eingerichtet. Darunter befinden sich sowohl Großstädte wie Berlin, Köln, Frankfurt und München, als auch kleinere Städte (Heidelberg, Ilsfeld, Schwäbisch-Gmünd und weitere). Ob auch Ihre Stadt betroffen ist, erfahren Sie an vielerlei Orten (Rathaus, Zulassungsstelle, etc.), im Internet oder bestimmt auch über gut informierte Bekannte.

Weiterhin planen einige weitere Städte die Einführung einer Umweltzone in naher Zukunft, darunter u.a. Magdeburg, Nürnberg und Dresden.

Und vergessen Sie nicht: Die Anschaffung einer Umweltplakette ist kinderleicht und erfordert weder immensen bürokratischen oder finanziellen Aufwand. Viel mehr dient die Einrichtung von Umweltzonen sowohl der Umwelt als auch Ihrer eigenen Gesundheit – damit können auch Sie endlich wieder aufatmen!



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